UNSERE VEREINSGESCHICHTE






Über 100 Jahre Sport, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement in Trieb.
Die Geschichte des 1. FC Trieb begann schon vor dem offiziellen Gründungsjahr 1921.
Was mit Fußballspielen auf Straßen und Wiesen anfing, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Verein, in dem heute besonders Gymnastik, Tanz und das gemeinsame Vereinsleben eine wichtige Rolle spielen.
1910-1920 | Die ersten Schritte
Schon vor der offiziellen Vereinsgründung wurde in Trieb mit Begeisterung Fußball gespielt. Was zunächst mit einfachen Spielen auf Straßen und Wiesen anfing, entwickelte sich nach und nach zu einem organisierten Freizeitvergnügen.
1913 entstand dann daraus der erste Zusammenschluss zum 1. FC Trieb. Die Anfangsjahre waren geprägt von Einfallsreichtum, knappen finanziellen Mitteln und großer Sportbegeisterung.
Trotz des Ersten Weltkriegs wurde weiterhin Fußball gespielt und ein erster eigener Sportplatz eingerichtet.
Auch Spiele gegen benachbarte Orte gehörten zunehmend zum Vereinsleben. So wurde in diesen Jahren der Grundstein für den Verein gelegt.
1910 Auf Straßen & Wiesen
Die Fußballbegeisterung in Trieb schlug schon lange vor der Gründung des 1. FC hohe Wellen.
Bereits im Jahre 1910, als der Fußballsport, vornehmlich durch den 1. FC Michelau und den 1. FC Lichtenfels populär wurde, jagte man auf den Trieber Straßen und Wiesen dem begehrten Lederball nach. Selbstverständlich war das damals noch kein Fußballspiel im ordentlichen Sinne. Es war eine wilde Spielerei voller Ursprünglichkeit, wobei es völlig gleichgültig war, aus wie viel Spielern die Mannschaften bestanden. Von den Regeln war auch noch wenig bekannt.
Aber langsam fasste dieses Freizeitvergnügen feste Wurzeln. Man „organisierte“ sich und trug mehrmals im Jahr auf einer Wiese mit zusammen gewürfelten Mannschaften Fußballspiele gegen die Nachbardörfer aus, wobei es jedes Mal um die Ehre des Ortes ging. Für 3,– Mark wurde dafür ein gebrauchter Fußball vom 1. FC Michelau gekauft.
1913 Sport- und Pioniergeist
Echte Sportbegeisterung war erwacht. Als natürliche Folge entschloss man sich schon im Jahr 1913 einen „wilden“ Verein zu gründen.
In der Gastwirtschaft Vogel kam man zusammen, um den 1. FC Trieb aus der Taufe zu heben. Die Leitung des Vereins übernahm der am 03.03.1913 von Michelau nach Trieb gekommene Pächter der Gastwirtschaft Vogel, Hans Freitag.
Der Anfang war natürlich sehr schwer, vor allem in finanzieller Hinsicht. So mussten die Spieler für die Kleidung selbst aufkommen. Opfer, die damals nicht leicht gefallen sein dürften.
Hans Bornschlegel, der als Kieper spielte, kam dabei auf den Gedanken, lange Hosen in kurze Sporthosen zu verwandeln, indem er sie einfach abschnitt. Auch alte Stiefel wurden vom „Schusters-Lola“ entsprechend zurecht gestutzt und „präpariert“. Nicht selten kam es vor, dass am Spieltag das begehrteste aller Objekte, nämlich der Fußball, überhaupt noch fehlte. Beim sonntäglichen Frühschoppen mussten deshalb manchmal die letzten Pfennige zusammen gelegt werden, um schnell noch mit dem Fahrrad aus Lichtenfels einen Ball herbeischaffen zu können.
1914-1918 Sport- und Pioniergeist
Selbst während der Kriegsjahre 1914 – 1918 kam der Spielbetrieb nicht ganz zum Erliegen, denn die Spiele wurden hauptsächlich von Jugendlichen ausgetragen.
Sehr mit Schwierigkeiten verbunden war immer die Auswahl des Spielfeldes, denn die Landwirte und auch der Gutsherr Benecke waren nicht begeistert, zu sehen, wie ihre Wiesen ramponiert wurden. Deshalb wurde man schon bald im Gutshof Benecke vorstellig, um eine Wiese zu pachten. Der Erfolg war der, dass man die im Volksmund unter dem Namen „Hanna-Weiher“ bekannte Wiese an der Hauptstraße nach Lichtenfels kostenlos überlassen bekam und für die eigenen Bedürfnisse herrichten durfte. Die Torbalken lieferte bei einer Nacht- und Nebel-Aktion das nahe gelegene „Judenwäldchen“. Damit hatte der Verein den ersten ordentlichen Sportplatz, der vollkommen uneingeschränkt auf Jahre hinaus benutzt werden konnte.
1919 Sportfest
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch eines Sportfestes in Frohnlach im Jahre 1919, wo ein Spiel gegen Ebersdorf ausgetragen wurde, zu dem man hin und zurück auf Schusters Rappen marschierte. Überhaupt ging es früher öfter zu Fuß hinaus, so dass man sehr erfreut war, wenn die Landwirte Übelmann und Hanna ab und zu ihr Pferdegespann zur Verfügung stellten.
Am 01.10.1919 zog Vorstand Hans Freitag wieder nach Michelau zurück. Ebenso verließen einige der besten Spieler den Verein, was für den Verein eine merkliche Schwächung bedeutete.
Den verwaisten Vorstandsposten übernahm der im Gutshof Benecke angestellte Kutscher Fritz König. Leider war ihm nur eine kurze Amtszeit vergönnt, denn er musste wegen einem schweren Kriegsleiden nach etwa 1 ½ Jahren unfreiwillig abtreten. Als Interimsvorstand war anschließend der neue Vereinswirt Karl Vogel tätig.
Was das Vereinslokal angeht, so stand das damals bei weitem nicht so im Mittelpunkt wie heute, denn die Gelder waren knapp bemessen. Meistens traf man sich nach Feierabend in der Wohnung von Johann Pohlein, einem der „Macher“ im Verein, der um diese Zeit gewöhnlich noch bei seiner Korbmacherarbeit saß. Hier wurde bis in die späte Nacht hinein über Fußball diskutiert und es wurden Pläne ausgeheckt.
1921–1945 | Offizielle Gründung und erste Erfolge
1946 wurde der 1.FC Trieb nach dem Zweiten Weltkrieg wiederbelebt und der Fußballbetrieb erneut aufgenommen. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es den Mitgliedern, mit viel Eigeninitiative die notwendige Sportausrüstung zu beschaffen und neue Spielflächen zu nutzen.
In den folgenden Jahren entwickelte sich das Vereinsleben wieder und die Mannschaft konnte erste sportliche Erfolge verzeichnen. 1950 wurde ein neuer Sportplatz eigeweiht, der bessere Voraussetzungen für den Spielbetrieb schuf.
1921 Offizielles Gründungsjahr
Im Jahre 1921 wurde Andreas Meußer zum 1. Vorstand gewählt. Schriftführer wurde Hans Köhlerschmidt aus Krappenroth und Kassier Heinrich Fischer.
Man entschloss sich noch im gleichen Jahr, den Verein dem Süddeutschen Fußball-Verband anzugliedern, daher auch das Gründungsjahr, und weckte durch den damit geregelten Spielbetrieb ein noch regeres Interesse am Fußballsport.
1921-1922 Kameradschaft und Idealismus
In den ersten Zwanziger Jahren, die im Zeichen der kolossalen Geldentwertung standen, galt es vor allem, die finanziellen Probleme zu lösen, um den Verein über Wasser zu halten. Dass dies recht gut gelang, war aber letzten Endes ein Verdienst ausgezeichneter Kameradschaft. Bei Auswärtsspielen unterstützte man sich gegenseitig mit dem an sich schon sehr geringen Taschengeld. Die Bauernsöhne verkauften, von Vaters Seite unerlaubt, Getreide, um an Fußballschuhe heran zu kommen.
Um die Geldsorgen im Verein in den Griff zu bekommen, spielte Andreas Meußer mit seinen „Getreuen“ im Saale Vogel Theater und hielt Tänze ab. Ein Ereignis mit besonderer Note war das Preisrodeln am Höhberg, dass die Kasse ebenfalls merklich auffüllte. Den sichtbaren Erfolg dieser gesamten Bemühungen bildeten die ersten blau/weißen Dressen, die Vorstand Andreas Meußer aus Bamberg besorgte und die im Verein eitel Freude hervor riefen.
1923 Aufstieg in die B-Klasse
Die Mannschaft stand diesen Leistungen in nichts nach. Nach zwei Jahren Spielzeit in der untersten Klasse stieg die Mannschaft 1923 in die B-Klasse auf. In der höheren Spielklasse musste man u. a. gegen Marktgraitz, Weidhausen, Frohnlach, Kauerndorf, Mainleus, Kronach und die heutige SpVgg Bayreuth antreten.
1925 Ein neuer Vereinsvorstand
Im Jahr 1925 wurde Adolf Vogel Vereinsvorstand. Die Kasse übernahm Hans Fischer.
Ende der 1920er-Jahre Ein vorläufiges Ende
Ende der zwanziger Jahre wurde der Aktivität des Clubs ein vorläufiges Ende gesetzt. Die Ursache war ein Spiel gegen eine Kulmbacher Mannschaft auf einem Sportfest in Lettenreuth, das einen unheilvollen Ausgang nahm. Die eigentliche Schuld traf angeblich den Schiedsrichter aus Lichtenfels, der als geborener Kulmbacher nur für die Kulmbach Elf gepfiffen haben soll. Er ging sogar so weit, beim Stande von 2 : 1 für Kulmbach ein Tor für den Gegner zu geben, obwohl der aus dem Mittelfeld geschlagene Ball über das Trieber Gehäuse strich. Das war natürlich für die Trieber Spieler zu viel und man brach das Spiel ab, als es auch noch einige Hinausstellungen gegeben hatte.
Dass dies ein entscheidender Fehler war, der dem Verein Kopf und Kragen kosten sollte, hat sich bald erwiesen. Trieb bekam nämlich vom Verband eine Strafe auferlegt, die alle vorhandenen Mittel in Anspruch nahm und den Club schachmatt setzte. Man musste die Mannschaft zurückziehen, denn es war niemand mehr da, der sich in der wirtschaftlich so schlechten Zeit für einen neuen Anfang interessierte. Außerdem machten sich deutlich Nachwuchssorgen bemerkbar, von der neu zu lösenden Sportplatzfrage abgesehen.
Die halbe Mannschaft schloss sich Nachbarvereinen an.
1946–1959 | Neubeginn nach dem Krieg
1946 wurde der 1.FC Trieb nach dem Zweiten Weltkrieg wiederbelebt und der Fußballbetrieb erneut aufgenommen. Trotz schwieriger Bedingungen gelang es den Mitgliedern, mit viel Eigeninitiative die notwendige Sportausrüstung zu beschaffen und neue Spielflächen zu nutzen.
In den folgenden Jahren entwickelte sich das Vereinsleben wieder und die Mannschaft konnte erste sportliche Erfolge verzeichnen. 1950 wurde ein neuer Sportplatz eingeweiht, der bessere Voraussetzungen für den Spielbetrieb schuf.
1946 Die Schrecken des Krieges vergessen
Die Kriegsjahre waren wie ein böser Traum vergangen. Man fand allmählich aus den Wirren wieder zu einem einigermaßen geordneten Lebensrhythmus. Auch die Vereine sprossen wieder hervor.
In der Gastwirtschaft Vogel kamen bereits Anfang 1946 die Fußballer zusammen, um den Verein wieder aufleben zu lassen. Die Nachkriegsjahre waren geprägt von der Unentschlossenheit im Lande, von den sich stellenden Existenzfragen und vielen Wohnungswechseln. Diese Neuorientierung wirkte sich auch auf den Verein aus, in dessen Führung es ein ständiges Kommen und Gehen gab.
Selbstverständlich musste zu dieser Zeit wieder viel Idealismus aufgebracht werden, um dem Verein auf die Beine zu helfen. Aber was unternahm man nicht alles, nur um Fußball spielen zu können.
Man erwarb für wenig Geld einen Posten amerikanischer Soldatenhemden, ließ sie färben und kam so zu den ersten „Trikots“. Der jetzige Vorstand Adam Säum besorgte als Arbeiter bei einer Burgkunstadter Schuhfabrik Leder, aus dem Schuhmachermeister Hans Vogel Fußballschuhe fertigte. Mangelware waren Fußbälle. Meistens stand nur ein Ball von schlechter Qualität zur Verfügung. Hans Vogel hatte daher dafür zu sorgen, dass eine Reparatur, auch während des Spiels, möglich war. Denn nicht selten kam es vor, dass das Leder im Laufe der 90 Minuten kaputt ging. Einmal brach der Schiedsrichter sogar ein Spiel ab, weil der Fußball nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist in Ordnung gebracht werden konnte. Im Hinblick auf diese Schwierigkeiten wurde es daher freudig begrüßt, dass im Jahr 1946 Kuratus Hans Rauh seinen eigenen Ball zur Verfügung stellte.
Als Sportplatz wurde 1946 zunächst der vom Gutshof Benecke gepachtete „Kloster-Ranga“ auf der Karolinenhöhe benutzt. Aber dieser Platz war wegen seiner Hanglage nur eine Notlösung. Bereits Ende 1946 siedelte man deshalb auf den Platz „bei den Schrebergärten“ um, der ebenfalls vom Gut Benecke zur Verfügung gestellt wurde. Hier entwickelte sich das Vereinsleben zur ersten Nachkriegsblüte. Gleichzeitig verlegte man auch das Vereinslokal in die Gastwirtschaft Schardt.
1947-1948 Knapp am Aufstieg vorbei
Die Fußballmannschaft spielte in der C-Klasse eine bedeutende Rolle und verfehlte in den Jahren 1947 und 1948 nur knapp den Aufstieg.
1950 Ein neuer Sportplatz
Im Jahr 1950 musste der Platz „bei den Schrebergärten“ wieder an Herrn Benecke zurück gegeben werden, der dafür die „Lufthäuserwiese“ in Pacht gab. Mit Hilfe eines Totozuschusses konnte diese Wiese zum Sportplatz ausgebaut werden. Die Einweihung fand mit einem Sportfest im Jahr 1950 unter Vorstand Martin Weihermüller statt.
1951-1953 Ein neuer Sportplatz, aber keine Spieler
Eine äußerst negative Erscheinung war trotz des neu geschaffenen Sportplatzes die Tatsache, dass in den Jahren 1951 bis 1953 eine Anzahl Spieler den Verein verließ, ohne, dass geeigneter Nachwuchs aus den eigenen Reihen nachkam. Dazu kam, dass durch den Sportplatzbau die finanzielle Kraft des Vereins aufgebraucht war. Im Jahr 1953 sah sich deshalb der Verein gezwungen, den Spielbetrieb vorübergehend einzustellen.
1960–1970 | Ein neuer Anlauf
1960 wagte der 1.FC Trieb einen Neuanfang und nahm den Fußballbetrieb nach mehreren Jahren Pause wieder auf. Mit viel Eigeninitiative wurde der Sportplatz hergerichtet und eine neue Mannschaft aufgebaut.
Durch regelmäßiges Training entwickelte sich die Mannschaft sportlich weiter. 1964 gelang der Aufstieg in die B-Klasse, gefolgt von weiteren Erfolgen wie einem Pokalsieg. Gegen Ende des Jahrzehnts machten sich jedoch zunehmend Nachwuchssorgen bemerkbar, und 1970 musste der Verein den Abstieg in die C-Klasse hinnehmen.
Gleichzeitig führten Veränderungen am bisherigen Sportplatzgelände dazu, dass dem Verein ein neues Grundstück zur Verfügung gestellt wurde. Damit entstand die Grundlage für die weitere Entwicklung des 1. FC Trieb.
1960 Wiederaufnahme des Spielbetriebs
Einige Jahre war es in Trieb um den Fußball still geblieben. In Kirchweihspielen zwischen dem oberen und dem unteren Dorf flackerte zwar die Leidenschaft immer wieder auf, aber man war viel zu skeptisch, etwas zu unternehmen. Allmählich setzte sich jedoch die Fußballbegeisterung wieder durch. Anfang April 1960 konnte der Spielbetrieb dann doch wieder aufgenommen werden.
Die Spieler erklärten sich bereit, die Fußballschuhe selbst zu kaufen. Auch die Spielerpässe wurden aus eigener Tasche bezahlt. Der wiedergewählte 1. Vorstand Martin Weihermüller besorgte günstig gebrauchte blau/weiße Dressen vom aufgelösten FC Mönchkröttendorf und die ersten weißen Sporthosen wurden vom Bekleidungshaus Hermann Nemmert aus Michelau gesponsert.
Mit gemeinsamen Anstrengungen wurde der arg verwilderte Sportplatz wieder in einen bespielbaren Zustand gebracht.
1961-1962 Ein neuer Trainer
Zu Anfang gab es viele Niederlagen, denn die meisten Spieler waren ungeübt und es gab kein Training.
1962 wählte der Verein Hans Will zum 1. Vorstand.
Vor den Verbandsspielen 1961/62 kam man zu der Einsicht, dass die Mannschaft ohne jedes Training nicht weiter kommen würde. Man fand einen geeigneten Trainer in Georg Müller, der kurz vorher in Trieb zugezogen war.
1964 Aufstieg in die B-Klasse
Seine Arbeit war sehr fruchtbringend, so dass der Club 1964 in die B-Klasse aufstieg.
1965-1966 Pokalsieg und sportlicher Erfolg
Im Jahr 1965 stellte Vorstand Hans Will seinen Posten zur Verfügung. Der Verein wählte Willy Lube zum Nachfolger.
Im gleichen Jahr wurde der Guttenberg-Pokal gewonnen. Und im Jahr 1966 wurde der FC Zweiter.
1967-1970 Nachwuchssorgen und ein neues Sportplatzgelände
Bereits 1967 wurde deutlich, dass sich die Mannschaft bei gleich bleibendem Trainingsaufwand und Spielermaterial nicht mehr wesentlich verbessern konnte. Nachwuchssorgen traten darüber hinaus immer mehr in den Vordergrund.
1969 stand der nächste Wechsel des Vorstandes an. Es wurde Eberhard Meußer gewählt. Dieser musste in der Saison 1969/70 den Abstieg in die C-Klasse hinnehmen, da der FC auf dem vorletzten Tabellenplatz landete.
Im gleichen Jahr wurden die „Abtswiesen“ als Industriegebiet ausgewiesen. Darunter fiel auch das Sportplatzgelände. Die Gemeinde kaufte von Gutsbesitzer Benecke das Grundstück des heutigen Sportplatzes, baute es dafür aus und stellte es dem FC Trieb zur Verfügung.
1971–1987 | Sportheim, Gymnastik und Tanz
Die 1970er-Jahre waren für den 1. FC Trieb eine Zeit wichtiger Veränderungen.
Neben sportlichen Erfolgen im Fußball wurde der Sportplatz weiter ausgebaut und das Vereinsleben kontinuierlich weiterentwickelt.
1976 wurde die Gymnastik- und Tanzgruppe gegründet, wodurch sich das Sportangebot erstmals über den Fußball hinaus erweiterte. Im selben Jahr begann der Bau eines eigenen Sportheims, das 1980 feierlich eingeweihnt werden konnte.
In den folgenden Jahren wurde das Sportheim weiter ausgebaut. Ab 1983 standen der Gymnastik- und Tanzgruppe eigene Übungsräume zur Verfügung. Damit entstanden wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Vereins und seiner Sportangebote.
1971 50 Jahre 1. FC Trieb
Im Juni 1971 feierte man das 50jährige Vereinsbestehen.
1972-1974 Sportplatzausbau und Aufstieg
1972 wurde Georg Müller zum 1. Vorstand gewählt, da Eberhard Meußer aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren konnte.
Im Juni 1973 war der Ausbau des Sportplatzes abgeschlossen und die Einweihung wurde vollzogen.
Im darauf folgenden Jahr -1974- war der Aufstieg in die B-Klasse perfekt.
1975 Die Planungen für das Sportheim
Nun dachte man an einen Grundstückskauf für einen Sportheimbau, denn bis dahin diente der Anbau an der Scheune von Emil Bauersfeld, der heute das Vereinsheim und die Schießanlage der Soldatenkameradschaft beherbergt, als Umkleide und Vereinsheim. Die finanziellen Mittel reichten allerdings erst einmal nicht aus.
In der Mitgliederversammlung im Januar 1975 wurde Reinhold Wendel zum 1. Vorsitzenden gewählt, der weiterhin den Plan eines Sportheimbaus verfolgte. Es gelang der Vorstandschaft mit der Gemeinde einen Pachtvertrag abzuschließen und die Brauerei Gampert in Horb als Sponsor zu gewinnen.Seine Arbeit war sehr fruchtbringend, so dass der Club 1964 in die B-Klasse aufstieg.
1976 Gründung der Gymnastik- und Tanzgruppe & Beginn des Sportheimbaus
Am 1. 4. 1976 wurde die Gymnastik- und Tanzgruppe, unter der Leitung von Waltraud Schramm, ins Leben gerufen. Die wöchentlichen Übungsstunden wurden in einem Klassenzimmer der Schule abgehalten.
Am 31. 7. 1976 wurde mit dem Sportheimbau begonnen. Bereits am 19. 11. 1976 war Richtfest.
Leider musste in dieser Zeit der Abstieg in die C-Klasse hingenommen werden.
1980 Einweihung des Sportheims
Nach fast 4-jähriger Bauzeit, während dieser viele Schwierigkeiten gemeistert werden mussten, konnte das Sportheim am 4. 6. 1980 eingeweiht werden.
1983 Ein eigener Raum für Gymnastik und Tanz
1983 wurde Andreas Lube zum 1. Vorsitzenden gewählt. In diesem Jahr wurde auf Antrag von Waltraud Schramm das Dachgeschoss des Sportheims ausgebaut und die Gymnastik- und Tanzgruppe konnte ab Herbst ihre Übungsstunden dort abhalten.
1987 Wechsel im Vereinsvorsitz
1987 wurde Karlheinz Rebhan zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1988–1999 | Tanzgruppen auf Erfolgskurs
Ab 1988 erweiterte der 1.FC Trieb sein Sportangebot um eine Mädchen-Tanzgruppe, die schnell großen Zuspruch fand. In den folgenden Jahren entstanden weitere Kinder- und Jugendtanzgruppen, wodurch die Gymnastik- und Tanzabteilung stetig wuchs.
Mit zahlreichen Auftritten bei Veranstaltungen, Theateraufführungen und sogar im Fernsehen machten die Tanzgruppen den Verein weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Gleichzeitig wurde auch das Vereinsgelände für gemeinsame Feste weiterentwickelt.
Während sich die Tanzgruppen erfolgreich entwickelten, hatte die Fußballabteilung zunehmend mit Schwierigkeiten zu kämpfen. 1998 musste der Fußballbetrieb eingestellt werden. Die Gymnastik- und Tanzgruppen hielten das sportliche Vereinsleben weiterhin aufrecht und wurden damit zu einer besonders wichtigen Säule des 1. FC Trieb.
1988 Schuldenfrei und eine neue Mädchen-Tanzgruppe
1988 konnte die letzte Rate des Baudarlehens bezahlt werden und der FC Trieb war wieder schuldenfrei.
Zur Gymnastik- und Tanzgruppe kam in diesem Jahr noch eine Mädchen-Tanzgruppe dazu. Diese hatte einen so guten Zuspruch, dass sie 1989 in zwei Altersgruppen (4 – 7 Jahre und 8 – 12 Jahre) aufgeteilt werden musste.Im Juni 1971 feierte man das 50-jährige Vereinsbestehen.
1989 Bau der Holzpergola
Mit den anderen Ortsvereinen wurde 1989 eine Holzpergola angebaut. So konnte man sich zum Abhalten von Festen das Aufstellen eines Zeltes ersparen.
1993-1994 Weitere Tanzgruppen entstehen
1993 wurde noch eine Jugendtanzgruppe gegründet. Nun bestand die Gymnastik- und Tanzgruppe aus 5 Gruppen, was der Leiterin Waltraud Schramm langsam zu viel wurde. Ab Januar 1994 wird sie von Carolin Schramm und Stephanie Przybilla unterstützt, die jeweils eine Kindertanzgruppe leiten.
1995 Fernsehauftritt und Can-Can
Die Erwachsenen-Tanzgruppe hat im Jahr 1995 sogar einen Fernsehauftritt. Ihr Auftritt in der Halbzeitpause des Spiels SC Weismain gegen Bayern München-Amateure wird im 3. Programm des Bayerischen Fernsehens ausgestrahlt.
Am 27. 7. 1995 wurde Wolfgang Will 1. Vorsitzender.
Bei den Theatertagen der DJK in der Stadthalle tritt die Tanzgruppe, die seit ihrer Gründung mit regelmäßigen Auftritten bei den verschiedensten Veranstaltungen den FC Trieb auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt macht, im Theaterstück „So a verrückta Henna“ an 8 Spieltagen mit einem Can-can auf.
1995-1997 Fußball und Wechsel im Vorstand
Zu Beginn der Saison 1995/96 hatte sich die Fußballmannschaft Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz gemacht, musste sich aber nur mit dem 7. Tabellenplatz zufrieden geben.
1997 wurde Wolfgang Will von Michael Wendel als 1. Vorsitzender abgelöst.
In der Kinder- und Jugendtanzgruppe gab es altersbedingt Umschichtungen und die Kindertanzgruppe wurde wieder zu einer zusammengefasst.
1998 Rückzug der Fußballmannschaft
Leider wurde die Kameradschaft und Trainingsbeteiligung der Fußballer immer schlechter. Dazu kamen einige Spielerwechsel zu anderen Vereinen und man musste 1998 die Fußballmannschaft aus dem Spielgeschehen zurückziehen.
1999 Veränderungen in der Gymnastik- und Tanzabteilung
Die Gymnastik- und Tanzgruppe hielt durch ihre Aktivität in dieser schweren Zeit den FC Trieb am Leben. Jedoch wird es hier auch etwas enger. Es besteht nur noch Interesse am Tanz. So wird am 10.2.1999 die Gymnastikabteilung geschlossen. Das Aus dauerte aber nur ein paar Monate. Seit Anfang 2000 standen dann auch wieder Gymnastikstunden auf dem Programm. Stephanie Przybilla kann die Jugendtanzgruppe aus zeitlichen Gründen nicht mehr leiten. An ihre Stelle tritt jetzt Carolin Schramm und Claudia Schramm übernimmt die Kindertanzgruppe.
2000–2011 | Neuanfänge und Auszeichnungen
Im Jahr 2000 gelang es dem 1.FC Trieb ein erneuter Neustart im Fußball. Eine neue Mannschaft wurde aufgebaut, die in den folgenden Jahren sportliche Erfolge feierte und 2004 sogar den Aufstieg in die Kreisklasse schaffte. Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten musste der Spielbetrieb jedoch 2008 erneut eingestellt werden.
Währenddessen entwickelten sich die Gymnastik- und Tanzgruppen kontinuierlich weiter. Neue Trainerinnen übernahmen Verantwortung, und die Gruppen begeisterten mit zahlreichen Auftritten bei verschiedenen Veranstaltungen.
2010 wurde die Gymnastik-und Tanzabteilung für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Ein Jahr später feierte der Verein sein 90-jähriges Bestehen. Auch das erfolgreiche Tanzprojekt „Tanzen macht Kinderfüße glücklich“ erhielt mehrere Auszeichnungen und machte den 1. FC Trieb über die Region hinaus bekannt.
2000 Neuanfang im Fußball
Das Jahr 2000 war ein ereignisreiches Jahr für den FC Trieb.
Eine neue Heizung wurde in Betrieb genommen. Ein neuer Bierlieferungsvertrag wurde mit der Brauerei Leikeim in Altenkunstadt abgeschlossen und Reiner Wendel übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden.
Ihm gelang es neue Spieler zu verpflichten und den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen. Die Ziele wurden nicht sehr hoch gesteckt. Um so erfreulicher war es für die zahlreichen Zuschauer, dass die 1. Mannschaft bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielte. Dieser Traum endete erst am letzten Spieltag gegen Lettenreuth II.
Als Carolin Schramm wegzog, trat ihre Schwester Claudia nun auch noch die Nachfolge bei der Jugendtanzgruppe an.
2002-2003 Neue Leitung der Gymnastik- und Tanzgruppen
Im November 2002 übernahm Claudia Schramm zusätzlich die Erwachsenen-Tanzgruppe von Waltraud Schramm und im Mai 2003 wurde die Gymnastikgruppe von Susanne Kraus übernommen. Waltraud Schramm, die die Gymnastik- und Tanzgruppe ins Leben gerufen und 27 Jahre geleitet hatte, hat eine würdige Nachfolgerin gefunden.
2003-2004 Das Trieber Fußballwunder
Im August 2003 waren Differenzen in der 1. Mannschaft und zwischen der Mannschaft und dem Trainer nicht mehr zu übersehen. Nach einer Aussprache trennte man sich von Trainer Jörg Mattes. Der ehemalige Torwart Werner Kellermann übernahm interimsweise dessen Amt. Man spürte wieder Kameradschaft und es ging aufwärts. So konnte man im April 2004 im Obermain-Tagblatt lesen „Das Trieber Fußballwunder“. Nachdem die Mannschaft mit 10 Punkten im Rückstand auf den führenden lag, feierte sie 8 Siege in Folge und war Tabellen-Erster. Leider konnte man diesen Tabellenplatz durch verletzungsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern nicht halten und das Saisonziel „Aufstieg“ wurde wiederum verpasst.
2004 war es dann endlich soweit. Durch den Gewinn von 2 Relegationsspielen gelang dem FC Trieb der Aufstieg in die Kreisklasse. Leider wurde der Klassenerhalt nicht geschafft und es folgte wieder der Abstieg in die A-Klasse.
So wurde nun einige Jahre, mal etwas besser, mal etwas schlechter, gespielt.
2006 Carolin Jahn übernimmt die Mädchen-Tanzgruppen
Seit 2006 werden die beiden Mädchen-Tanzgruppen wieder von der zurückgekommenen und inzwischen verheirateten Carolin Jahn trainiert.
2007 Wechsel im Vereinsvorsitz
Im Mai 2007 trat 1. Vorsitzender Reiner Wendel zurück und der 2. Vorsitzende Ralf Wäller übernahm bis zur Neuwahl diesen Posten.
In der Jahreshauptversammlung im Juli 2007 wurde dann Reiner Beier zum 1. Vorsitzenden gewählt.
2008 Tanzauftritte und erneute Fußballpause
Seit 2008 stehen die beiden Yungsters Sophie Schratz und Katja Fuß der Jugendtanzgruppe vor.
Zur gleichen Zeit hatte die Tanzgruppe wieder einen großen Auftritt bei den Theatertagen in Schwürbitz. Am Rudufersee trat sie im Freilicht-Theaterstück „Im weißen Rössl“ mit 2 Tanzchoreographien auf.
Im Herbst 2008 fing es in der Mannschaft wieder an zu brodeln.
Ab Dezember fehlte vom 1. Vorsitzenden Reiner Beier jede Spur. Sang- und klanglos war er verschwunden. Wieder übernahm der 2. Vorsitzende Ralf Wäller bis zur Neuwahl den verwaisten Posten.
Nachdem der bisherige Trainer Matthias Mattausch zur SpVgg Obersdorf wechselte, was er bereits ein halbes Jahr vorher angekündigt hatte, und kein geeigneter Trainer gefunden werden konnte, brach die Mannschaft auseinander
Und wieder einmal musste der FC Trieb seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückziehen.
Wieder muss die Gymnastik- und Tanzgruppe allein den aktiven Teil des FC übernehmen.
2009 Neue Vereinsführung
Im Juli 2009 wurde Ralf Wäller zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zwischenzeitlich wurden schon verschiedene Versuche unternommen, eine neue Mannschaft zu gründen, die aber alle hauptsächlich am Geld scheiterten. Denn inzwischen fehlt es den meisten jungen Leuten an Idealismus, Zeit und Teamgeist. Hinzu kommt noch, dass die meisten Vereine Geld an die Spieler zahlen, der FC Trieb jedoch auch weiterhin an seinem Vorsatz festhält, keine bezahlten Fußballer spielen zu lassen.
2010 Auszeichnung für die Gymnastik- und Tanzgruppe
Das Aushängeschild ist jetzt die Gymnastik- und Tanzgruppe, deren Unternehmungen und Auftritte von Erfolg gekrönt sind. So wirkten Sie im September 2010 beim Konzert des Chors „Route 16 – 60“ in Redwitz mit, indem sie die gesanglichen Darbietungen mit genau darauf zugeschnittenen Tanzchoreographien untermalten.
Im Wettbewerb „Sterne des Sports“ wurde die Gymnastik- und Tanzgruppe auf Landkreisebene 1. Sieger und erhielt für ihr ehrenamtliches soziales Engagement den „Großen Stern in Bronze“. Desweiteren war die Gruppe unter den ersten zehn Vereinen von ganz Bayern.
Bleibt nun zu hoffen, dass die ehrenamtlich tätigen des FC Trieb nicht ermüden, die Mitglieder treu bleiben und in absehbarer Zukunft doch wieder ein Spielbetrieb stattfinden kann.
2011 90 Jahre FC Trieb
Obwohl keine aktive Fußballmannschaft gestellt werden konnte, feierte der FC Trieb sein 90jähriges Bestehen im Jahr 2011 am und auf dem Sportgelände mit Fußballspielen eingeladener Mannschaften und Auftritten der einzelnen Tanzgruppen.
Auch wurden weiterhin im Sommer die Sportwochenenden abgehalten und Urlauberfeste mit Fußballtennis.
Carolin Jahn startete mit dem Projekt „Tanzen macht Kinderfüße glücklich“ bei den Mädchen-Tanzgruppen, das bei „Sterne des Sports“ unter die ersten zehn kam und ausgezeichnet wurde. Bei „Quantensprung“ vom BLSV kam es von 80 Projekten unter die ersten fünf in Bayern, wurde in Bad Wiessee ausgezeichnet und im Bayerischen Fernsehen vorgestellt.
2012–2021 | Ein Verein für alle Generationen
Ab 2012 entwickelten sich die Gymnastik- und Tanzgruppen des 1.FC Trieb stetig weiter. Das Angebot für verschiedene Altersgruppen wurde ausgebaut und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit erhielt sogar bundesweite Anerkennung. 2013 übernahm erstmals eine vollständig weiblich besetzte Vorstandschaft die Vereinsführung.
2014 gelang ein erneuter Neustart im Fußball. Eine junge Mannschaft wurde aufgebaut, die sich in den folgenden Jahren sportlich weiterentwickelte und schließlich den Aufstieg in die A-Klasse schaffte. Gleichzeitig sorgten die Tanzgruppen mit besonderen Auftritten, Fernsehbeiträgen und Auszeichnungen für Aufmerksamkeit über die Region hinaus.
Mit der Corona-Pandemie im Jahr 2020 kam das Vereinsleben zeitweise nahezu vollständig zum Stillstand. Trotz der Einschränkungen liefen die Vorbereitungen für das 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2021 weiter. Damit blickte der 1. FC Trieb auf ein Jahrhundert voller sportlicher Entwicklungen, Veränderungen und gemeinschaftlichen Engagements zurück.
2012-2013 Die Tanzgruppen im Aufwind
Trotz vieler Bemühungen wieder eine Fußballmannschaft zu stellen, wobei immer immense Summen fließen müssten, gelingt dies nicht. Die Fußballvereine der umliegenden Ortschaften Schwürbitz, Marktzeuln und Obersdorf fragen wegen Spielgemeinschaft an, die von der Vorstandschaft aber abgelehnt werden, da es auch hier um Geld geht. Der FC Trieb hat sich aber auf die Fahne geschrieben, dass der Spielbetrieb ideell und nicht kommerziell stattfinden soll.
Die Gymnastik- und Tanzgruppe befindet sich derweil weiterhin im Aufwind. Die Mädchen-Tanzgruppen haben inzwischen 60 Mitglieder. Mit dem Projekt „Tanzen macht Kinderfüße glücklich“ gehören sie, von „Startsocial“ gekürt, zu den 25 besten Projekten deutschlandweit. Die Initiatoren Carolin Jahn und Waltraud Schramm werden im Juni 2013 hierfür im Bundeskanzleramt in Berlin von der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Schirmherrschaft hat, geehrt.
Seit Januar 2013 gibt es eine Seniorengymnastikgruppe unter der Leitung von Gabi Stocker.
2013 Frauenpower im Vorstand
Der Vorsitzende Ralf Wäller verzieht nach Essen.
Bei den Neuwahlen gibt es dann Frauenpower pur:
1. Vorsitzende: Susanne Kraus, 2. Vorsitzende: Waltraud Schramm
Schriftführerin: Claudia Schramm, Kassiererin: Waltraud Schramm.
2014 Das Fußballwunder
Im Januar 2014 tanzen in den 4 Mädchen-Tanzgruppen bereits 80 Tänzerinnen.
Und dann geschieht das „Fußballwunder“.
Am 28.5.2014 fragt Jan Meindlschmidt telefonisch an, ob es möglich wäre, den Sportplatz und das Sportheim zu nutzen und hier Fußball zu spielen. Es werden sofort einige Treffen vereinbart und es kommen tatsächlich 30 Spieler zusammen, die in der Verbandsrunde spielen wollen.
Nun muss schnell gehandelt und der Spielbetrieb beim Verband angemeldet werden.
Als Spielertrainer fungiert Marco Bornschlegel, der vor der Spielbetriebspause schon als Spieler beim FC Trieb war.
Die Mannschaft spielt in der B-Klasse 2 Coburg/Lichtenfels.
Die Spieler sind allesamt junge Leute – Durchschnittsalter 21-, von denen aber 2/3 nur in Schüler- oder Jugendmannschaften gespielt haben und die jetzt im Erwachsenenfußball erst ihre Erfahrungen machen müssen. So ist es mit dem Spielen, Verlieren und Gewinnen ein Auf und Ab und sie schließen die Saison mit einem 12. Platz ab.
Der bisherige Trainer hört auf und es wurde Markus Schneider als neuer Trainer verpflichtet.
Durch die vielen Mädchen, die in den verschiedenen altersgerechten Tanzgruppen tanzen und die junge Fußballmannschaft kann sich der Verein über eine stattlich angewachsene Zahl von 300 Mitgliedern freuen.
2015-2016 Große Tanzauftritte und Fußball
Im Juli 2015 hatte die Tanzgruppe wieder zwei große Auftritte. Die Theatergruppe Schwürbitz führte an zwei Abenden die Operette „Im weißen Rössl“ auf der Seebühne im Kurpark in Bad Staffelstein auf. Die Tanzgruppe war mit ihrem Stubenmädchentanz dabei und erntete viel Applaus.
Die Fußballmannschaft beendete die Saison 2015/16 am Ende auf einem Mittelplatz. Ab der Saison 2016/17 musste der FC Trieb vom Verband aus in die B 1-Klasse wechseln, in der die meisten Mannschaften aus dem Coburger Raum spielten.
2017 Die Zappelzwerge und ein Fernsehauftritt
Im März 2017 kam eine neue Abteilung dazu, die „Zappelzwerge“. Das sind Mamas/Papas mit ganz kleinen Kindern.
Die Mannschaft spielt inzwischen gut zusammen und erreichte einen achtbaren 3. Platz.
Im Oktober 2017 gab es dann wieder ein großes Ereignis. SAT 1 suchte für die Sendung „Bayernsport“ Vereine, die etwas Besonderes haben. Daraufhin schickte Waltraud Schramm eine Bewerbung mit den Schlagwörtern „Ein Fußballverein mit einer Vereinsführung, die nur aus Frauen besteht“ und „Ein Angebot von klein bis groß“. Daraufhin kam ein Filmteam und filmte einen ganzen Nachmittag.
Der Bericht wurde dann auf SAT 1 gesendet und der FC Trieb war in aller Munde.
Im Herbst wurde der FC Trieb vom Bayerischen Turnverband noch mit der Plakette „Seniorenfreundlicher Verein“ ausgezeichnet.
2018 Auszeichnungen und sportlicher Aufstieg
Und im Februar 2018 erhielt der Verein noch das Prädikat „Gymwelt-Verein“.
Obwohl die Mannschaft in der Saison 2017/18 sehr gut dabei war, reichte es am Schluss leider wieder nur für den 3. Platz.
Zu Beginn der Rückrunde, Anfang 2018, musste sich der Verein aus gesundheitlichen Gründen vom Trainer Markus Schneider trennen. Diesen Posten übernahm der Spielführer Sebastian Moritz, der schon seit der Neugründung der Mannschaft dabei ist, aber als Spielertrainer. Er wird von dem Spieler Marco Weiß unterstützt.
Die Mannschaft machte unter dem neuen Trainer einen sehr guten Job, schloss die Saison mit einem hervorragenden 2. Platz ab und stieg in die A-Klasse auf.
Bei den Neuwahlen anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung wurde zu Beginn festgelegt, dass die Ämter im Hinblick auf das 100jährige Bestehen des FC Trieb im Jahr 2021 diesmal auf 4 Jahre angenommen werden und die nächsten Neuwahlen erst bei der Mitgliederversammlung 2022 wieder stattfinden.
2019 Das Tanz-Musical „Once upon a time“
Ab der Saison 2019/2020 konnte als neuer Trainer Pablo Brunn-Valencia, ein gebürtiger Spanier, gewonnen werden, der zuvor die Jugend des TSV Staffelstein trainierte.
Im November machten die Tanzgruppen wieder von sich reden. Die Leiterin Carolin Jahn studierte mit ihnen das Tanz-Musical Schneewittchen unter dem Titel „Once upon a time“ – „Es war einmal“ – ein. Es wurde in der Stadthalle Burgkunstadt als Winter-Special aufgeführt.
Dabei waren die Sunshine-Kids, zwei Tanzgruppen der Kids, die Teens, die Erwachsenen-Tanzgruppe „Expression“ und eine Mädchen-Tanzgruppe, die Carolin Jahn über die Volkshochschule Lichtenfels trainierte. Insgesamt standen 100 Akteure auf der Bühne, die zwischen den Erzählungen einer „Großmutter im Lehnstuhl“ 20 verschiedene Tanzdarbietungen zeigten. Es war eine gelungene Veranstaltung und ein großer Erfolg.
2020 Corona verändert das Vereinsleben
Und dann kam, wie aus heiterem Himmel, im Februar 2020 C o r o n a.
Das traf alle hart – auch die Sportvereine.
Alle atmeten auf, als man, nach dem Lockdown, im Mai zuerst in Gruppen bis 5 und später bis 10 Personen im Freien wieder Training und Übungsstunden halten durfte. Die ersten waren die Fußballer auf dem Sportplatz und die Senioren und die Zumbagruppen unter der Pergola, die dies nutzten. Aber alles fand unter strengsten Hygieneauflagen statt.
2020 Diskussion um das Sportheim
Anfang 2020 kam die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner auf den FC Trieb zu mit dem Vorschlag, das Sportheim mit Einbeziehung des angrenzenden Feuerwehrhauses um- bzw. anzubauen und es in Zukunft auch als KinderTagesstätte und Altentagespflege-Einrichtung zu nutzen.
Im Mai 2020 kam zu diesem Zweck eine Architektin aus Nürnberg mit Architektur-Studenten nach Trieb, verschafften sich einen Überblick über die baulichen Gegebenheiten und Möglichkeiten. Dabei stellte sich ganz schnell heraus, dass das Sportheim und das Feuerwehrgebäude abgerissen und ein ganz neuer Komplex erbaut werden müsste mit Nutzungsmöglichkeit für den FC Trieb.
Die Kostenfrage, Trägerschaft usw. konnte noch nicht geklärt werden.
Einen Abriss des Sportheims darf die Vorstandschaft aber nicht entscheiden.
Dazu wird eine Mitgliederversammlung mit einer Abstimmung benötigt.
Im Sommer wurde zwar der Lockdown gelockert und es durfte auch der Gymnastikraum und das Sportheim wieder benutzt werden. Natürlich mit MundNasen-Schutzmaske auf den Wegen und Abstand -1,50 m- beim Sport und am Platz. Aber für eine Mitgliederversammlung sind die Platzverhältnisse nicht geeignet. Deshalb wurden die Mitglieder per WhatsApp, E-Mail und in Briefform informiert und zur Abstimmung aufgefordert.
Das Ergebnis der Abstimmung:
121 Enthaltungen
17 Stimmen für einen Abriss des Sportheims und Neubau als „Mehrgenerationenhaus“ mit integriertem Sportheim
75 Stimmen gegen einen Abriss des Sportheims Somit war entschieden, dass alles bleibt, wie es ist.
2020 Fußball unter Corona-Bedingungen
Noch in der Vorbereitung auf den Spielbetrieb trennte sich der Trainer Pablo Brunn-Valencia vom FC Trieb und ging zurück zum TSV Staffelstein. Wieder stellte sich Sebastian Moritz als Spielertrainer zur Verfügung.
Das erste Verbands-Fußballspiel durfte erst am 20.09.2020 wieder stattfinden. So wurde die Saison 2019/20 fortgesetzt, dies aber mit einem Hygienekonzept und strengen Corona-Auflagen.
Das dritte Spiel in Corona-Zeiten, das am 4.10.2020 in Kirchlein stattfinden sollte, musste vom FC Kirchlein wegen eines Corona-Falls abgesagt werden.
Die Woche darauf hatte der FC Trieb am Samstag, 10.10.2020 ein Kirchweihspiel gegen den FC Schney, das mit 7 : 1!!! Gewonnen wurde. Dem schloss sich, trotz Corona, die Sportplatzkerwa mit dem schon genannten Corona-Hygienekonzept an, die ein voller Erfolg war.
Dann überrollte die zweite Coronawelle ganz Deutschland und es musste der Spielbetrieb und dann auch der Übungsstundenbetrieb wieder eingestellt werden.
Seit 02.11.2020 befindet sich der FC Trieb im zweiten Lockdown ohne Sport und zwischenmenschliche persönliche Kontakte.
2021 Vorbereitung auf das 100-jährige Vereinsjubiläum
Die Vorstandschaft plant mit dem Ausschuss aber trotzdem optimistisch das 100jährige Bestehen des Vereins, das am 03./04. Juli 2021 begangen werden soll.
Dafür wurde am 22.02.2021 eine Video-Call-Ausschusssitzung über WhatsApp organisiert. Es war für alle eine neue Erfahrung. Aber es hat erstaunlich gut geklappt.
